Donnerstag, 22.12.2011

Angolanischem Kind wird im St. Franziskus-Hospital Ahlen geholfen

Esperanca hat trotz schwerer Krankheit ein sonniges Gemüt

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Einen symbolischen Spendenscheck in Höhe von 1.600 Euro nahmen Verwaltungsdirektor Winfried Mertens, Pater Hermann-Joseph Schwerbrock und Dr. Thomas Haug aus den Händen von Redakteur André Fischer, Redaktionsleiter Peter Haake und Marketingvertreterin Simone Hölscher entgegen (v.l.).

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Esperanca kann nach der Operation schon wieder stehen. Dr. Hubert Rustige, Pater Hermann-Joseph Schwerbrock und Chefarzt Dr. Thomas Haug (v.l.) freuen sich über die Fortschritte bei der Genesung.

Gerade einmal fünf Jahre alt ist das angolanische Mädchen Esperanca, das seit zwei Monaten in Ahlen lebt und im St. Franziskus-Hospital behandelt wird. Das Mädchen mit den großen braunen Augen litt unter wiederkehrenden Entzündungen des rechten Oberschenkelknochens und wurde operiert, um wieder laufen zu können. Leider hat sie die rechte Hüfte durch viele Entzündungen verloren, doch der Chefarzt, Dr. Thomas Haug, ist zuversichtlich, dass Esperanca, die vom Friedensdorf in Oberhausen nach Deutschland geholt wurde, nach einer mehrere Monate dauernden Behandlung soweit gesunden wird, dass sie in ihrer Heimat ein relativ normales Leben führen kann.

"In ihrem Heimatland ist die Kindersterblichkeit 15 mal so hoch wie in Deutschland", unterstrich Dr. Haug. Eine unvorstellbare Zahl, die auf eine fehlende Infrastruktur und Armut zurückzuführen ist. Die Aktion Benjamin, für die sich Dr. Haug und Pastor Hermann-Joseph Schwerbrock seit Jahren einsetzen, ermöglicht Behandlungen von Kindern aus Kriegs- und Krisengebieten. Großzügige Spenden aus der Bevölkerung ermöglichen es, Jahr für Jahr, diese Kinder im St. Franziskus-Hospital Ahlen behandeln zu lassen, wobei die Kosten in vielen Fällen bei rund 10.000 Euro pro Kind liegen. Dr. Haug unterstrich, dass die Aktion Benjamin bewusst keine aggressive Werbung für Spenden betreibt und sich als Helfer in der Not und nicht als Lebensgestalter versteht. Aus diesem Grund werden die Kinder aus fernen Ländern auch nicht in deutschen Familien untergebracht, sondern leben im Friedensdorf in Oberhausen. Dadurch werden eine Entsozialisierung und ein damit verbundener Kulturschock vermieden, denn nach ihrer Genesung kehren die Kinder in ihr jeweiliges Heimatland zurück.

Die Fünfjährige hat mit ihrer herzlichen Art Ärzte und das Pflegepersonal gewonnen und auch wenn sie portugiesisch spricht, ist eine Verständigung ohne weiteres möglich. "Mittlerweile lernt sie Deutsch und kann schon bis zehn zählen und auch das Wort "dankeschön" geht ihr ohne Dialekt über die Lippen", so Dr. Haug.

Eine von der "Ahlener Zeitung" (AZ) durchgeführte Auktion erbrachte einen Spendenerlös von 1.462,66 Euro, der großzügig auf 1.600 Euro aufgerundet wurde. "Durch Esperanca hat die Aktion ein Gesicht bekommen", erklärte Simone Hölscher, Marketingvertreterin der AZ. "Die Menschen, die behaupten, Hilfsaktionen seien ein Tropfen auf den heißen Stein sollten bedenken, das ein Tropfen der verdunstet auch als Regen wieder herunter kommt", unterstrich Pater Hermann-Joseph Schwerbrock.

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