Freitag, 27.01.2012

Behandlung von Inkontinenz steigert Lebensqualität

Groß war das Interesse vieler Frauen für den zweiten Informationsabend zum Thema Inkontinenz, der am St. Franziskus-Hospital Ahlen stattfand.

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Rund 40 Frauen kamen zu der Informationsveranstaltung zum Thema "Inkontinenz", auf der Dr. Norbert Dahrenmöller informierte.

Dass Inkontinenz in der heutigen Zeit kein Tabuthema mehr sein darf, unterstrich Dr. med. Norbert Dahrenmöller, Oberarzt des heimischen Krankenhauses, der an diesem Abend als Referent zur Verfügung stand.

"Durch unsere tägliche klinisch Arbeit wissen wir, dass der Zustand der Inkontinenz, im Volksmund auch "Blasenschwäche" genannt, nicht nur eine weit verbreitete Störung des Zusammenspiels der Organe und Muskeln im Bereich des Beckens und des Beckenbodens darstellt, sondern darüber hinaus eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität und -aktivität mit sich bringt und mit einem hohen Leidensdruck und Schamgefühl besetzt ist", betonte Dr. Dahrenmöller.

Um Frauen die Angst vor einer Behandlung zu nehmen, berichtete er von Frauen, die beim Heben von Getränkekisten oder anderen schweren Gegenständen Urin verloren, nach der Geburt von Kindern Probleme hatten, das Wasser zu halten und zeigte auf, welche Behandlungsmöglichkeiten es in diesem Fall gibt. Der Mediziner sprach auch das Problem an, dass manche Frauen aufgrund einer Blasensenkung nicht Wasserlassen können. Viele von ihnen haben oft Schmerzen beim Urin lassen, jedoch sehr große Angst, über dieses Problem mit ihrem Arzt zu sprechen. Später erst merken sie, dass diese Angst völlig unbegründet ist.

"In der Sprechstunden der Frauenklinik, in die ich überwiesen wurde, konnte ich offen über meine Probleme sprechen, meine Fragen wurden beantwortet und meine Ängste wurden mir genommen", so eine Patientin im Gespräch. Nach einer Operation kann auch sie das Leben wieder genießen.

"Zu der Ursache von Inkontinenz zählt in manchen Fällen die Geburt schwerer Kinder, die sich jedoch erst bemerkbar macht, wenn der Nachwuchs in die Pubertät kommt", erklärte der Chefarzt der Frauenklinik, Dr. med. Matthias Stamm. Frauen die Probleme mit Inkontinenz haben sollten in seinen Augen mit ihrem Arzt darüber sprechen, damit eine frauenärztliche Untersuchung mit Ultraschall und eine Urinuntersuchung gemacht wird, um die Ursache für den Verlust von Urin herauszufinden.

Zudem haben sich die Operationsmethoden innerhalb der vergangenen Jahre grundlegend geändert. Vor fast einem Jahr wurde unter dem Dach der Deutschen Kontinenz Gesellschaft in Kooperation mit dem St. Elisabeth-Hospital Beckum das Beckenboden- und Kontinenzzentrum Ahlen - Beckum aufgebaut. "In unserer urogynäkologischen Spezialsprechstunde haben Betroffene nach vorheriger Terminabsprache und Zuweisung durch eine gynäkologische niedergelassene Praxis die Möglichkeit, sich vorzustellen und ihre Beschwerden zu schildern", so Dr. Dahrenmöller. In diesem Rahmen werden mögliche Ursachen und weiterführende Therapieansätze mit der Patientin gemeinsam besprochen und aufgezeigt.

Viele Formen der Inkontinenz können bereits mit einfachen Mitteln geheilt oder verbessert werden. Darüber hinaus stehen der Frauenklinik am St. Franziskus Hospital Ahlen sämtliche konservative und operative Therapieverfahren zur Verfügung.

Im Rahmen von Informationsabenden, die im St. Franziskus-Hospital Ahlen ab sofort stattfinden, haben Frauen die Möglichkeit, sich über dieses Thema zu informieren und persönliche Fragen zu stellen.

Der nächste Veranstaltungstermin wird am Mittwoch, 25.04.2012, stattfinden.

Weitere Informationen erhalten Sie in der gynäkologischen Ambulanz unter der Telefonnummer 02382/ 858-323.

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