Schnellschnitt / Eilschnitt


Nur die wenigsten in der Schilddrüsendiagnostik nachgewiesenen kalten Knoten sind bösartig. Nach wie vor wird die Diagnose eines Schilddrüsenkrebs häufig erst mit der definitiven Untersuchung des zum Pathologen eingeschickten Schilddrüsengewebes gestellt. Mit dieser Diagnose sind in aller Regel Komplettierungsoperationen an der Schilddrüse und den umgebenden Lymphknoten notwendig. Je länger man auf das Ergebnis der Gewebeuntersuchung warten muss, desto schlechter sind die Voraussetzungen für einen erfolgreichen zweiten operativen Eingriff.

 

Mit der Möglichkeit einer Eilschnittuntersuchung liegt uns bereits am ersten Tag nach der Operation ein definitives Ergebnis des Pathologen vor. Die Möglichkeit der Schnellschnitt-Untersuchung im Rahmen der ersten Operation an der Schilddrüse erlaubt uns, auffällige Knoten sofort während der OP mit großer Sicherheit abzuklären. So kann man bei Nachweis eines bösartigen Befundes den Eingriff um das nunmehr Notwendige erweitern und erspart dem Patienten eine zweite Operation.

 

Einschränkend muss man erwähnen, dass immer noch nicht alle bösartigen Schilddrüsenknoten im Rahmen der Schnellschnitt-Untersuchung als solche vom Pathologen erkannt werden können. Hier können wir jedoch auf die Eilschnittuntersuchung zurückgreifen.