Tipps für Angehörige

Tipps für Angehörige von Patienten unserer Intensivstation

Besuch

Bitte haben Sie Verständnis, wenn ein Besuch Ihrer Angehörigen nicht jederzeit und nur einem eingeschränkten Personenkreis möglich ist.
Dies ist bedingt durch pflegerische oder ärztliche Maßnahmen und dient der Wahrung der Intimsphäre unserer Patienten.
Bitte stimmen Sie mit unseren Mitarbeitern ab, wer wann Ihren Angehörigen besuchen kann. Natürlich versuchen wir dabei, auch individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden.

Hygiene

Schwer Erkrankte sind besonders anfällig gegenüber Infektionen. Umgekehrt können sich aber auch Besucher bei Patienten mit Infektionen anstecken.
Bitte achten Sie daher auf notwendige Hygienemaßnahmen. Desinfizieren Sie sich vor und nach dem Kontakt mit dem Patienten die Hände. Entsprechende Spender finden Sie in jedem Zimmer und am Eingang/Ausgang der Station. Personen, die an Infekten leiden, sollten Besuche nach Möglichkeit vermeiden oder ggf. besondere Hygienemaßnahmen einhalten.
Bitte sprechen Sie unsere Mitarbeiter an!

Bei manchen Patienten müssen wir besondere Isolationsmaßnahmen durchführen, entweder, da sie besonders infektanfällig sind oder, da sie an übertragbaren Krankheiten leiden. In diesen Fällen wird Sie unser Personal in die Hygienemaßnahmen gesondert einweisen.

Arztkontakt

Wenn Sie einen behandelnden Arzt sprechen möchten, wenden Sie sich bitte an das Pflegepersonal. Dieses wird einen Arzt verständigen oder Ihnen mitteilen, wo und wie Sie einen Gesprächstermin vereinbaren können.
Wir sind bemüht, Ihnen zeitnah ein Gespräch zu ermöglichen. Bitte haben Sie aber Verständnis, falls ein Gespräch aufgrund hoher Arbeitsbelastung nicht sofort möglich ist.

Seelsorge

Schwere Erkrankungen stellen für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine psychisch stark belastende Ausnahmesituation dar. Falls Sie dies wünschen, stehen auch Ihnen als Angehörige daher die Seelsorger unserer Klinik zur Verfügung. Den Kontakt stellt unser Pflegepersonal gerne für Sie her.

Ethik-Komitee

Manchmal müssen in gesundheitlichen Grenzsituationen schwerwiegende Entscheidungen getroffen werden. In unserer Klinik wurden daher sog. „ethische Fallbesprechungen“ eingerichtet.
Hier treffen sich alle an der Behandlung der Patienten beteiligten Berufsgruppen, unsere Seelsorger und auf Wunsch auch Angehörige und besprechen alle den Patienten betreffenden medizinischen, pflegerischen, sozialen und ethischen Aspekte.
In diesem Rahmen soll eine medizinisch und ethisch vertretbare und gleichzeitig den Wünschen und Vorstellungen des Patienten entsprechende Lösung gefunden werden.

"Schläuche" und "künstliches Koma"

Möglicherweise finden Sie Ihren Angehörigen an vielen Schläuchen und Kabeln angeschlossen vor. Diese dienen u.a.

  • der Überwachung wichtiger Körperfunktionen,
  • der Zufuhr von Medikamenten und Nährstoffen,
  • der Ableitung von Körpersekreten,
  • der Aufrechterhaltung von Atmung und Kreislauf

Es kann auch sein, dass Ihr Angehöriger unter dem Einfluss von Schmerzmitteln und /oder Narkosemedikamenten steht und vermindert oder nicht ansprechbar ist. Dies dient der Vermeidung von Schmerzen oder Atemnot und ist bei manchen Behandlungen (z.B. bei künstlichen Beatmungen) unerlässlich, um die Therapie erträglich zu machen.

Bitte wenden Sie sich bei Fragen an unsere Mitarbeiter.