Erst als ich älter wurde und die Beschwerden immer schlimmer wurden, bin ich zu einem weiteren Gynäkologen gegangen. Vor 17 Jahren wurde dann eine Bauchspiegelung gemacht, die die Diagnose Endometriose bestätigt hat. Ich war in verschiedenen Kliniken, sogar in der Uniklinik und weiteren Kliniken im Ruhrgebiet. Überall bekam ich die Rückmeldung, dass eine Operation sehr kompliziert sei, weil das Gewebe bei mir am Darm, an der Gebärmutterwand und an der Blase sitzt. Es wurde mir gesagt, dass ich wahrscheinlich einen künstlichen Darmausgang bekommen würde – das wollte ich natürlich unbedingt vermeiden.
Man hat mir geraten, es wegen meines Alters erstmal mit Medikamenten zu versuchen. Die Schwierigkeit, schwanger zu werden, wurde mir immer wieder gesagt – aber ich habe trotzdem zwei Kinder bekommen. Ich habe wirklich alle empfohlenen Medikamente ausprobiert, alle Verhütungsmittel durchprobiert. Trotzdem hatte ich immer Schmerzen. Manche Regelblutungen waren harmlos und schmerzfrei, aber sobald die Periode vorbei war, fingen die Schmerzen im Körper an – ein Gefühl wie Wehen.
Die Hormontabletten habe ich schließlich abgesetzt, weil ich sie einfach nicht vertragen habe. Die Schmerzen wurden so schlimm, dass ich als Notfall ins St. Franziskus-Hospital Ahlen gekommen bin. Dort wurde ich ein paar Tage stationär aufgenommen und bekam Schmerzmittel, damit ich überhaupt wieder etwas Kraft schöpfen konnte.
Was mich dort besonders beeindruckt hat: Es wurde sich viel Zeit für mich genommen – angefangen bei einer ausführlichen Befragung zu meinen Beschwerden, über die gynäkologische Untersuchung und den Ultraschall bis hin zu weiteren Untersuchungen. Gerade bei komplizierten Fällen wie meinem arbeiten die Gynäkologie und die Chirurgie eng zusammen und besprechen alles im Team. Das hat mir viel Sicherheit gegeben.
Natürlich hatte ich Angst vor der Operation, weil ich über die Risiken schon so oft aufgeklärt worden war. Nach der erneuten Bauchspiegelung stand für mich fest: Ich lasse mich operieren. In einer etwa zweistündigen, minimal-invasiven Operation haben Dr. Rüdiger Langenberg, Chefarzt der Frauenklinik, und Dr. Frank Klammer, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, alle sichtbaren Endometrioseherde entfernt – am Darm, am Becken, an der Gebärmutterwand und an der Blasenwand. Die OP verlief ohne Komplikationen und ich war unendlich erleichtert, dass ich keinen künstlichen Darmausgang bekommen habe.
Was ich wirklich schätze: Im St. Franziskus-Hospital Ahlen wird nicht nur operiert, sondern ganzheitlich behandelt. Die Ärzte und das Team schauen auf das große Ganze – von der ersten Diagnose über die individuelle Therapieplanung bis zur Nachsorge. Es gibt regelmäßige Besprechungen im Team, moderne OP-Techniken und auch Unterstützung, wenn es um Themen wie Kinderwunsch oder Lebensqualität geht. Ich habe mich dort wirklich ernst genommen und gut aufgehoben gefühlt.
Und was soll ich sagen? Es war nach der OP sofort besser. Keine Schmerzen mehr. Ich konnte es kaum glauben. Es war wirklich Zufall, dass ich nach Ahlen gekommen bin – aber ich würde jeder Frau empfehlen, diese Beratung in Anspruch zu nehmen. Wenn man richtig extreme Regelschmerzen hat, eine sehr starke Periode und vor und nach der Periode ein Ziehen spürt – das ist ein Zeichen. Ich habe mich auf meinem Weg oft nicht ernstgenommen gefühlt, von vielen Medizinern. Ich war nach der OP mindestens 1,5 Wochen ausgeknockt, immer mit Wärmflasche und Schmerzmitteln unterwegs. Man versucht alles – aber im Grunde hat nur die Operation geholfen.
Mein Rat: Holt euch mehrere Meinungen ein. Geht dorthin, wo ihr ein gutes Gefühl habt. Die großen Städte und Unikliniken haben mich nicht überzeugt – sondern die kleinere Klinik in Ahlen, wo mich Dr. Langenberg operiert hat.



